©RAPD Niederrhein

Einblicke in die Netzwerkarbeit am Niederrhein

10. Juni 2026

Aktuelles aus dem Kreis Kleve, Kreis Viersen, Kreis Wesel und der Stadt Krefeld

Netzwerkarbeit lebt von Austausch, Kooperation und Impulsen. Sie schafft Verbindungen, die Ideen wachsen lassen.

Wir, als Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Niederrhein, haben das große Glück, in diversen Netzwerken mitwirken zu dürfen – mit unterschiedlichen Strukturen, Herangehensweisen und Zielsetzungen. Diese wertvollen Erfahrungen und Perspektiven möchten wir teilen. In diesem Beitrag stellen wir daher aktuelle Ausschnitte unserer Netzwerkarbeit vor.

Das Netzwerk Alter & Demenz Kreis Kleve lädt am 01. Oktober 2026 zu einem Fachtag nach Kleve ein. Unter dem Titel „Was hilft wirklich? Gelungene Unterstützung bei Demenz zwischen Anspruch, Praxis und Lebenswelt“ stehen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven in der Versorgung von Menschen mit Demenz im Mittelpunkt.

Nach einer Vielzahl von Modell- und Projektförderungen zur verbesserten Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Demenz haben sich inzwischen in einigen Versorgungsregionen entsprechende Angebotsstrukturen entwickelt. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig die Herausforderung einer gelungenen Implementierung und Vernetzung innerhalb bestehender Versorgungssysteme. „Es besteht eher ein Umsetzungsproblem als ein Erkenntnisproblem“ ist daher zu einer zentralen Aussage vieler Verantwortlicher auf kommunaler und verbandlicher Ebene geworden. Wie lassen sich die zahlreichen Angebote unterschiedlicher Anbietender zu einer abgestimmten, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientierten Struktur verknüpfen und zugleich bestehende Versorgungslücken schließen? Und ebenso wichtig: Wie kann die Gesamtstruktur der Angebote für Betroffene sowie für alle innerhalb der Versorgungsstrukturen Tätigen transparent und damit zugänglich gestaltet werden?

Mit dem Fachtag am 01. Oktober möchte das Netzwerk – gemeinsam mit den Akteur:innen der Versorgungslandschaft sowie mit Betroffenen und Angehörigen – diesen Fragen nachgehen und Ansätze für die regionale Versorgungspraxis entwickeln.

Das Programm und die Anmeldemöglichkeit folgen zeitnah unter: KBW Kleve

Die Arbeitsgruppe Ehrenamt des Demenz Netzwerks im Kreis Viersen entwickelt aktuell ein modulares Schulungskonzept für alle Netzwerkpartner:innen. Ziel ist es, freiwillig engagierte Menschen im Umgang mit Menschen mit Demenz gezielt zu qualifizieren und zu stärken.

Um die Inhalte bedarfsgerecht und partizipativ auszurichten, wurde ein Format zur Mitgestaltung entwickelt. Neben interaktiven analogen Methoden an einer Stellwand kommen dabei auch digitale Beteiligungsmöglichkeiten zum Einsatz. Freiwillig Engagierte können so ihre Wünsche und Rückmeldungen einbringen.

Die beiden Bilder geben Einblicke in die ersten Umsetzungen an der Neueröffnung des neuen Quartierbüros Niederkrüchten.

© Marion Küpper

Das Netzwerk MITEINANDER STARK – Fachlich vernetzt. Gemeinsam für pflegende Angehörige. stellt vier mal im Jahr im Kreis Wesel Informationsveranstaltungen für pflegende Angehörige auf die Beine. Neben Impulsvorträgen bietet ein Informationsmarkt die Möglichkeit, Unterstützungsangebote aus der Region kennenzulernen.

Im Juli findet gemeinsam mit „Die Pflege GmbH & Co KG “ ein Info-Nachmittag zum Thema „Vorsorgevollmacht und Hilfe für pflegende Angehörige“ in Xanten statt.

Weiter Informationen zur Veranstaltung

Das Netzwerk Blickpunkte Demenz erprobte einen neuen Kanal für seine Öffentlichkeitsarbeit und machte sich den Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai zu Nutze: Die Netzwerkmitglieder Ute Ufermann, Die Pflege Ambulanter Pflegedienst GmbH & Co.KG, und Albert Sturtz, Alzheimergesellschaft Moers – Niederrhein e.V., stellten die „Blickpunkte Demenz“ und das neue Programm stellvertretend für das Netzwerk in der Sendung des Bürgerfunks Radio K.W. vor. Im Gespräch informierten sie über mögliche Symptome einer Demenz, gaben Anregungen für den Umgang mit Menschen mit Demenz und machten auf regionale Beratungs- und Unterstützungsangebote aufmerksam.

Hier geht es zum Radiobeitrag.

Hier geht es zur neuen Ausgabe 2.2026.

Demenz zum Gespräch machen!

Unter diesem Motto setzt die Projektgruppe Demenz Dinslaken im Jahr 2026 zwei Aktionen um, um Bürger:innen niedrigschwellig über Demenz zu informieren, für das Thema zu sensibilisieren und auf Beratungs- und Informationsangebote aufmerksam zu machen.

Zum bundesweiten Tag der Nachbarn am 23. Mai rückt die Projektgruppe mit einem Presseartikel Demenz im nachbarschaftlichen Kontext in den Fokus. Hintergrund sind zunehmende Anfragen verunsicherter Nachbar:innen bei den Beratungsstellen. Die Aktion möchte dabei unterstützen, Demenz zu enttabuisieren, Unsicherheiten abzubauen, Anzeichen einer Demenz besser einzuordnen und Nachbarschaft als wichtige Unterstützung im Wohnumfeld zu stärken.

Zum Artikel

Eine gemeinsame Veranstaltung im Rahmen der Woche der Demenz widmet sich den Auswirkungen von Demenz auf Familien und Alltag: Im Rahmen einer Filmvorführung lädt die Projektgruppe dazu ein, sich dem Thema auf einfühlsame Weise anzunähern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit Expert:innen für Demenz und Pflege aus Dinslaken ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.

Zur Veranstaltung

Drei Jahre Regionaltreffen Niederrhein 

Die Regionaltreffen Niederrhein entstanden auf Initiative des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. und den lokalen Alzheimer Gesellschaften. Die Intention ist, gemeinsame Schnittstellen und Themenschwerpunkte herauszuarbeiten und eine gute Zusammenarbeit zu fundieren. Auch ist von Beginn an eine stärkere Vernetzung untereinander im Fokus der Regionaltreffen gewesen. Das erste gemeinsame Treffen am 19.06.2023 in Moers war hierfür ein gelungener Auftakt, mittlerweile plant das Netzwerk ihr achtes Treffen. Weitere Regionaltreffen, so bspw. in Ostwestfalen sind mittlerweile ebenfalls ein fester Bestandteil im Austausch der regionalen Akteure. Die Runden setzen sich zusammen aus den Alzheimer Gesellschaften, den kommunalen Akteuren sowie den jeweils zuständigen Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz. Die unterschiedlichen Strukturen, sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum werden besprochen, in den drei Jahren konnten inspirierende Ideen ausgetauscht und umgesetzt werden, so bspw. im Themenschwerpunkt Ehrenamt. Auch konnten Angebote für Teilnehmende aus anderen Orten zugänglich gemacht werden.

Dr. Peter Pick, Vorsitzender Alzheimer NRW: „Jedes Treffen zeigt, wie wichtig der Austausch ist, wie bereichernd die Best Practice Beispiele der verschiedenen Akteure sein können und die Wege durch persönlichen Kontakt untereinander verkürzt werden. Ein gutes Miteinander der einzelnen Schnittstellen ist entscheidend für eine gute Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihrer pflegenden An- und Zugehörigen – sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt“.

Alle Anwesenden waren sich auch im letzten Treffen in Düsseldorf einig, dass eine weitere Fortführung und Vertiefung des Austausches sehr erwünscht ist und fortgeführt wird. Aktuelle Themen der Betroffenen, derzeitige und die anstehenden Veränderungen in den Strukturen werden diskutiert und bewertet. Auch personell oder strukturell entstehende Lücken konnten identifiziert werden und eine gemeinsame Vorgehensweise geprüft, so aktuell im Themenbereich FTD und den Strukturen für die betroffenen Familien.

Autorin: A. Wybranietz. Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V.  Tel. 0211-24 08 69 10, wybranietz@alzheimer-nrw.de, ; www.alzheimer-nrw.de