Ein Erbe des Zweiten Weltkrieges? – Kriegskinder und die transgenerationelle Weitergabe ihrer Erfahrungen
Das Leben geht weiter – doch die Eindrücke des Krieges können bleiben. Oftmals wirken sie in Form generationsübergreifender Traumata fort und beeinflussen die Gegenwart. Doch inwiefern prägen die Erfahrungen von Kriegskindern ihre Familien über Jahrzehnte hinweg, und wie kann eine konstruktive Aufarbeitung gelingen?
Diese Fragen beschäftigten die Illustratorin Susanne Kuhlendahl und den vielseitigen Medienschaffenden Kilian Kuhlendahl bei der Gestaltung ihrer Graphic Novel „War doch alles schön“. Im Rahmen der kubia-Lesung am Donnerstag, den 06 Mai 2026 referieren sie über das Werk, das sowohl die Kindheitserfahrungen ihrer Großmutter im Zweiten Weltkrieg verbildlicht als auch den Nachhall dieser traumatischen Erinnerungen in ihrem eigenen Leben aufgreift. Ergänzt wird der kulturelle Beitrag durch die wissenschaftliche Perspektive der Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Insa Fooken, die aktuelle Erkenntnisse zur transgenerationellen Weitergabe von Traumatisierungen vorstellt.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet von 19:00 bis 21:00 Uhr statt. Die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, im Anschluss mit den Referent:innen in den Dialog zu treten, um eigene Erfahrungen und Beobachtungen zu teilen.