Stark im Pflegealltag. Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

26. Mai 2026

Bildungsurlaub „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ in Erftstadt
Wie lässt sich das Berufsleben besser mit der Pflege eines Angehörigen vereinen? Wie kann man für die Pflegesituation gestärkt werden und welche Unterstützungsmöglichkeiten stehen pflegenden Angehörigen zur Verfügung? Vom 24. – 26. November 2026 bietet das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Köln und das südliche Rheinland zusammen mit der VHS Erftstadt einen Bildungsurlaub zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege an und geht den oben genannten und weiteren Fragestellungen auf den Grund.

Die Pflege und Unterstützung einer nahestehenden Person ist eine Aufgabe, die sowohl körperlich, als auch psychisch belastend werden kann – besonders, wenn man auch noch berufstätig ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich frühzeitig über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren, damit man als Pflegender nicht selber erkrankt. Während der dreitägigen Veranstaltung sollen pflegenden Angehörige eine Vielzahl an unterschiedlichen Informationen zu den Themenbereichen Gesundheitsförderung, Bewältigungsstrategien, rechtliche Rahmenbedingungen und Hilfestrukturen vermittelt werden. Außerdem wird dem Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden und der Vernetzung untereinander Raum gegeben.

Wer hat Anspruch auf einen Bildungsurlaub?
Arbeitnehmer*innen in NRW haben (bis auf wenige Ausnahmen) einmal im Kalenderjahr einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub. Das heißt, es gibt eine bezahlte Freistellung für maximal 5 Tage zu Weiterbildungszwecken. Arbeitet die oder der Beschäftigte regelmäßig an mehr oder weniger als fünf Tagen in der Woche, so erhöht oder verringert sich der Anspruch entsprechend. Nicht genutzte Ansprüche aus dem Vorjahr können in das nächste Jahr übernommen werden.

Pflegende Angehörige im Erwerbsleben
Die Anzahl der Menschen mit Pflegebedarf steigt stetig und wird auch weiter steigen. Auch nimmt deutschlandweit der Anteil an Menschen zu, die ausschließlich Pflegegeld beziehen und die einen niedrigen Pflegegrad haben. Dadurch steigt die Bedeutung Pflegender Angehöriger zunehmend.
„Deutschlandweit ist etwa jede 10. Arbeitnehmerin und jeder 13. Arbeitnehmer ein Pflegender Angehöriger. Das bedeutet, in Nordrhein-Westfalen gibt es bei 3,2 Mio. Frauen und 3,8 Mio. Männern in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen mindestens 320.000 Frauen und 292.000 Männer, die Beruf und Pflege vereinbaren.“ (Quelle: Landesprogramm „Vereinbarkeit Beruf & Pflege“ NRW)

Kontakt und Anmeldung
Weitere Informationen zum Bildungsurlaub und die Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der Homepage der VHS Erftstadt.

Alternativ können Sie sich an folgende Ansprechpartnerinnen vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Köln und das südliche Rheinland wenden:
Friederike Arps 02203 358 95 12 (f.arps@alexianer.de) oder
Stefanie Kolbe 02203 358 95 14 (s.kolbe@alexianer.de)