Neue ZQP-Analyse: Prävention und Sicherheit im häuslichen Pflegesetting: Perspektive pflegender Angehöriger – 2026
Um die gesundheitliche Sicherheit von Menschen mit Pflegebedarf im häuslichen Umfeld und die Bedarfe ihrer Pflegenden An- und Zugehörigen geht es in einer aktuellen Analyse der Stiftung ZQP. Grundlage ist eine Befragung von 1.012 Pflegenden An- und Zugehörigen, die sich seit mindestens sechs Monaten regelmäßig um ältere Menschen kümmern. Die im Oktober 2026 erschienene Veröffentlichung zeichnet aus ihrer Perspektive ein aktuelles Bild davon, welche gesundheitlichen Probleme und Risiken im häuslichen Pflegesetting zusammenkommen.
Die Ergebnisse zeigen Entwicklungsbedarf in drei zentralen Bereichen der häuslichen Versorgung: So berichtet die Hälfte der Befragten von falsch oder gar nicht angewendeten Medikamenten, während 36 Prozent einen Sturz mit Verletzung und ebenso viele eine notfallmäßige Krankenhauseinweisung erlebten. Auch die Pflegenden An- und Zugehörigen selbst geraten häufig im Rahmen der Pflegesituation an ihre Grenzen. 53 Prozent empfinden die Unterstützung als psychisch belastend – bei Menschen mit Demenz sind es sogar 71 Prozent. Somit wird deutlich: Wer häusliche Pflege übernimmt, braucht künftig mehr Stärkung, Entlastung und systematische Einbindung in die Versorgung.
Die vollständige Analyse mit allen Ergebnissen, der Vorgehensweise und Empfehlungen der Autor:innen steht kostenfrei zum Herunterladen bereit.