Neue Desideria-Podcastfolge - Alzheimerdiagnose mit 51 Jahren
„Die Krankheit fegt nicht nur die Gedanken weg, sie frisst auch das Adressbuch auf“ – mit diesen Worten beschreibt Jo Failer in der neuen Podcastfolge aus der Reihe „Leben. Lieben. Pflegen. – Der Desideria Podcast zu Demenz und Familie“ im Gespräch mit Peggy Elfmann, wie sich Alltag und soziales Leben nach seiner frühen Demenzdiagnose mit 51 Jahren verändert haben.
Die Zuhörenden werden eingeladen, den Weg eines jung an Demenz Erkrankten lebensnah mitzuverfolgen: vom anfänglichen Schock der Diagnose, aus dem nach und nach nicht nur ein Kampf gegen das Vergessen, sondern auch gegen das Vergessenwerden im sozialen Umfeld erwächst. Besonders eindrücklich schildert Failer, wie sich aus Überforderung bei An- sowie Zugehörigen und ausbleibenden Rückmeldungen durch die Orientierungslosigkeit im Alltag eine schleichende soziale Isolation entwickeln kann.
Was für Failer bleibt, ist das Leben im Moment – in dem ihm besonders die enge Bindung zu seinen Kindern und das Schreiben Halt geben. Im Podcast spricht er auch über sein Buch „Ich denk nicht dran“, in dem er sein Leben als junger Erkrankter in schriftlicher Form reflektiert. Die Folge macht deutlich, wie wichtig es ist, das Schweigen und Wegschauen im Kontext von Alzheimer zu durchbrechen – und dass die Erkrankung trotz vieler Herausforderungen auch neue, bereichernde Sichtweisen auf das Leben eröffnen kann.
Die Folge ist jetzt auf der Website von Desideria verfügbar.