"living@home": Neue App zur Unterstützung in der häuslichen Pflege

18. März 2026

Wie kann man die verantwortungsvolle und oftmals stark belastende Situation von Pflegenden An‑ und Zugehörigen in der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz erleichtern? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt „living@home“, in dessen Rahmen ein neues App‑gestütztes Versorgungsmodell entwickelt wurde, das nun erprobt wird.

Zum einen dient die App der schnellen Krisenintervention, da sie eine unmittelbare Verbindung zu geschultem Pflegefachpersonal in verschiedenen Gedächtnisambulanzen ermöglicht. Zum anderen ist sie als kontinuierliche Unterstützung konzipiert, die besonders die Bedürfnisse Pflegender An‑ und Zugehöriger berücksichtigt, indem sie deren Belastungsausmaß und Erfahrungen im Pflegealltag individuell erfasst. Ziel ist es, dadurch einen digitalen Raum des Austauschs zwischen Pflegepersonal und Pflegenden An- sowie Zugehörigen zu schaffen. Insgesamt soll damit ein wichtiger Beitrag zur flexibleren und individualisierteren Gestaltung häuslicher Pflege geleistet werden.

Um eine bestmögliche Anpassung des Versorgungsmodells an den Alltag sicherzustellen, ist eine Evaluation der App über ein Jahr vorgesehen. Dies erfolgt unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Dr. Bernhard Michalowsky anhand von rund 500 Pflegekonstellationen, bestehend aus Menschen mit Demenz und ihren Pflegenden An‑ und Zugehörigen. Weitere Informationen zum Versorgungsmodell, der dazugehörigen Forschung und App finden Sie hier