Green Care - Landwirtschaftliche Betriebe verbinden ihre Arbeit mit sozialen Dienstleistungen

5. August 2026

Stundenweise Betreuung auf dem Bauernhof, Beschäftigungsangebote für Menschen mit Beeinträchtigung, Tagespflegeangebote für Senior:innen sowie Wohnangebote

Ein Nachklang: Internationaler Austausch stärkt die Soziale Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Green Care ist der Oberbegriff für Angebote, bei denen die positive Wirkung von Natur, Tieren und Pflanzen genutzt wird, um Menschen zu unterstützen. Die Soziale Landwirtschaft ist ein konkreter Bereich von Green Care und eine Einkommenskombination für landwirtschaftliche Betriebe. Dabei verbinden landwirtschaftliche Betriebe ihre Arbeit mit sozialen Dienstleistungen. Dazu gehören beispielsweise die stundenweise Betreuung auf dem Bauernhof, Beschäftigungsangebote für Menschen mit Beeinträchtigung, Tagespflegeangebote für Seniorinnen und Senioren sowie verschiedene Wohnangebote.

Studierende aus Wien besuchten am Mittwoch, 29. Juli 2026, die Zentrale der Landwirtschaftskammer NRW in Münster. Die Gruppe informierte sich über die Entwicklung der Sozialen Landwirtschaft und Green-Care-Angebote in Nordrhein-Westfalen. Die Teilnehmenden stehen bereits im Berufsleben und bringen unterschiedliche fachliche Hintergründe mit: Einige bewirtschaften eigene landwirtschaftliche Betriebe, andere arbeiten in sozialen, pädagogischen oder pflegerischen Berufsfeldern. Der Masterstudiengang dient als berufsbegleitende Zusatzausbildung, um Green Care in die eigene berufliche Praxis zu integrieren.

Begrüßt wurden die Gäste von Neele Große-Vogelsang, Leiterin des Fachbereichs „Landservice, Regionalvermarktung“. Anschließend stellte Melanie Schlüters, Referentin für Ökonomie und Dienstleistungen, die Arbeit der Landwirtschaftskammer NRW im Bereich Soziale Landwirtschaft vor. Im Mittelpunkt standen Praxisbeispiele, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten entsprechender Angebote.

Sabine Hoffmann-Landwehr vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz Münster und das westliche Münsterland ergänzte die Diskussion mit ihrer Expertise im Bereich der stundenweisen Betreuung auf Höfen sowie den Möglichkeiten der Finanzierung über Leistungen der Pflegeversicherung.

Der internationale Austausch lieferte wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Green Care Idee. Es ging unter anderem um relevante Themenfelder, geeignete Praxisbetriebe für Exkursionen und Fragestellungen, die aus Sicht der Teilnehmenden im geplanten Lehrgang berücksichtigt werden sollten.

Die Landwirtschaftskammer NRW unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bereits heute mit umfangreichen Fachinformationen zum Einstieg in die Soziale Landwirtschaft. Dazu gehören unter anderem Inhalte zu Wohnangeboten für Senioren oder die Betreuung von Menschen mit einem Pflegegrad.

Wer über den Start des neuen Lehrgangs informiert werden möchte, kann sich für den kostenfreien monatlichen Newsletter des Fachbereichs „Landservice-Nachrichten“ registrieren. Dieser ist über www.landwirtschaftskammer.de in der Rubrik Landservice, Fachinfos zu finden.

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/landservice/fachinfos/newsletter.htm

Bei Fragen hilft Melanie Schlüters (Telefon: 0251 2376-309, E-Mail: melanie.schlueters@lwk.nrw.de) gerne weiter.