©Hochschule Osnabrück, Fotograf: Roman Starke

Digitale Veranstaltung des Netzwerkes Demenz und Kulturelle Teilhabe NRW am 13. November - Krisenfest in Pflegesituationen: Potenziale von Kunst und Kultur nutzen!

11. September 2026

Was können Kunst und Kultur dazu beitragen, mit Krisen und Veränderungen in Pflegesituationen umzugehen? Dieser Frage widmet sich die digitale Veranstaltung „Krisenfest in Pflegesituationen: Potenziale von Kunst und Kultur nutzen“ am 13. November 2026 von 10.30 bis ca. 12.30 Uhr.

Theaterpädagogin Dr. Jessica Höhn zeigt in ihrer Keynote, wie Kunst neue Perspektiven auf Unsicherheit, Brüche und Veränderung eröffnen kann. Anschließend geben Laura Saumweber und Martha Hirschhorn mit „Tanztee & Prosecco“ Einblick in die Praxis: Das Projekt bringt Menschen aus Stadtgesellschaft und Pflegeeinrichtung durch Tanz zusammen und schafft Räume für Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft.

Veranstalterin ist das Netzwerk Demenz und Kulturelle Teilhabe NRW – ein Zusammenschluss der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW, des Kompetenzzentrums für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur (kubia) sowie von Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden, die künstlerisch-kulturelle Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in Nordrhein-Westfalen gestalten.

Eingeladen sind alle, die Pflege, Beratung, Unterstützung und kulturelle Teilhabe mitgestalten oder sich für das Thema interessieren: Mitarbeitende von Unterstützungsangeboten, Pflegeberatende, Akteur:innen aus den Netzwerken sowie Kulturschaffende und Kultureinrichtungen. Ebenso herzlich willkommen sind pflegende An- und Zugehörige und die interessierte Öffentlichkeit. Vorkenntnisse im Bereich Kunst und Kultur sind nicht erforderlich – im Mittelpunkt stehen neue Perspektiven, Austausch und Impulse für die eigene Praxis und den Alltag.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Der Zoom-Link wird nach der Anmeldung zugeschickt. Es kann für diese Veranstaltung keine Teilnahmebescheinigung ausgestellt werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: nina.lauterbach-dannenberg@kda.de.

10.30 Uhr | Begrüßung und Einführung
Begrüßung und kurze thematische Einführung durch die Koordinatorinnen des Netzwerks Demenz und Kulturelle Teilhabe NRW, Almuth Fricke (kubia) und Nina Lauterbach-Dannenberg (KDA)

10.40 Uhr | Keynote mit Dr. Jessica Höhn
Das produktive Potenzial der Krise: Wie aus Unsicherheit Neues entstehen kann

Krisen bringen Routinen ins Wanken, schaffen Unsicherheit und stellen Gewohntes infrage – auch in Pflege- und Sorgekontexten. Doch was verändert sich, wenn wir Krisen nicht ausschließlich als etwas betrachten, das bewältigt werden muss, sondern auch als Möglichkeitsräume für Neues? Die Theaterpädagogin Dr. Jessica Höhn richtet den Blick auf die Kunst, die seit jeher mit Ungewissheit, Brüchen, Zufall und dem Unfertigen arbeitet. Ihr Vortrag lädt dazu ein, diese Perspektive auf krisenhafte Situationen zu übertragen und zu fragen, welche neuen Handlungs-, Begegnungs- und Gestaltungsräume dadurch entstehen können.

11.10 Uhr | Talk und Fragen aus dem Publikum
Kurze Gesprächsrunde mit Dr. Jessica Höhn

11.20 Uhr | Praxisperspektive mit Laura Saumweber und Martha Hirschhorn
„Tanztee & Prosecco“ – Wenn Tanz verbindet: zwischen Körpern, Generationen und Lebenswelten

Was entsteht, wenn Menschen aus der Stadt und Bewohner:innen einer Pflegeeinrichtung gemeinsam tanzen? Laura Saumweber und Martha Hirschhorn von „Tanztee & Prosecco“ verstehen Bewegung als Sprache der Begegnung. Zwischen Wohnzimmer und Bühne, Pflegeeinrichtung und Stadtgesellschaft entstehen Räume, die Körper, Generationen und unterschiedliche Lebenswelten miteinander verbinden. Der Praxisimpuls zeigt, wie Tanz Teilhabe, Begegnung und Gemeinschaft ermöglichen kann – und welche Kraft darin gerade in herausfordernden Lebens- und Pflegesituationen liegt.

11.50 Uhr | Talk und Fragen aus dem Publikum
Kurze Gesprächsrunde mit Laura Saumweber und Martha Hirschhorn

12.05 Uhr | Persönliche Perspektiven – Zum Wert von Kunst und Kultur für Menschen mit Demenz
Beitrag der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. (angefragt)

12.20 Uhr | Gemeinsamer Abschluss

ca. 12.30 Uhr | Ende der Veranstaltung