Altenbericht 2026: Wie leben ältere Menschen in Nordrhein-Westfalen?
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hat am 13. Oktober 2026 den dritten Altenbericht Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Der Bericht liefert eine umfassende Datengrundlage zur Lebenssituation älterer Menschen und zeigt zentrale Entwicklungen und Herausforderungen einer alternden Gesellschaft auf.
Zu den zentralen Ergebnissen zählt, dass bereits 22 Prozent der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen 65 Jahre oder älter sind. Bis 2070 wird dieser Anteil voraussichtlich auf 26,6 Prozent steigen. Gleichzeitig hat sich die Erwerbstätigenquote der 65- bis unter 75-Jährigen zwischen 2013 und 2023 nahezu verdoppelt. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der finanziellen Situation: Während ältere Frauen durchschnittlich über ein persönliches Nettoeinkommen von 1.415 Euro verfügen, liegt dieses bei gleichaltrigen Männern bei 2.190 Euro. Auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird den Prognosen zufolge weiter steigen – von 1,39 Millionen im Jahr 2023 auf 1,68 Millionen im Jahr 2050. Neben diesen Entwicklungen beleuchtet der Bericht auch die Themen gesellschaftliche Teilhabe, Engagement, Einsamkeit und die Bedeutung pflegender Angehöriger. Darüber hinaus stellt er Maßnahmen und Projekte der Landesregierung zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen vor.
Der Altenbericht bietet damit wichtige Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung altersgerechter Lebensbedingungen und wohnortnaher Unterstützungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen.
Der Bericht steht zum kostenfreien Download beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW als Kurz- und Langfassung bereit.