Corona-Pandemie: Einsamkeit bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte steigt

Das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) hat im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) untersucht, welche Auswirkungen die Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus auf das Einsamkeitsempfinden von älteren Menschen haben.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurden ca. 4.800 Personen ab einem Alter von 46 Jahren befragt.

Die Studie bezieht sich auf die erste Welle der Pandemie und kommt zu folgenden Kernaussagen:

  • Die Einsamkeitsrate der Menschen im Alter von 46 bis 90 Jahren liegt bei 14 Prozent. Damit ist sie 1,5-mal höher als in den Jahren zuvor.
  • Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sind in gleichem Maße betroffen.
  • Auch enge soziale Kontakte und gute Kontakte zu Nachbar*innen schützen nicht vor einem Anstieg der Einsamkeitsrate.

Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass nicht nur allein lebende Menschen durch die Corona-Pandemie mit einem höheren Einsamkeitsrisiko konfrontiert sind. Auch Menschen, die durch protektive Faktoren, wie eine funktionierende Nachbarschaft zuvor vor Einsamkeit geschützt wurden, fühlten sich während der ersten Welle der weltweiten Corona-Pandemie vermehrt einsam.

Weiterführende Links

PDF – DZA akuell: Deutscher Alterssurvey. Heft 04/2021

Pressemitteilung – BMFSFJ

Website – BMFSFJ

Website – Deutsches Zentrum für Altersfragen

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